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23.08.2013

NEWSLETTER 10-2013: VERRECHNUNGSKONTO IN DER GMBH UND UNZULÄSSIGE ENTNAHMEN

In der Praxis ist es üblich, dass in einer GmbH in Bezug auf jeden Gesellschafter ein Verrechnungskonto geführt wird. Dort werden Zahlungen der Gesellschaft an die Gesellschafter verbucht. Entnimmt ein Gesellschafter über das Verrechnungskonto der GmbH Geldbeträge, die nicht betrieblich veranlasst sind, stellt dies in vielen Fällen eine verbotene Einlagenrückgewähr dar.
 

Zwar können Gesellschafter und GmbH grundsätzlich miteinander in Leistungsbeziehungen treten. Diese sind jedoch nur in engen Grenzen und nur dann zulässig, wenn der Wert der Leistung in etwa jenem der Gegenleistung entspricht. Ob dies der Fall ist, wird anhand eines Fremdvergleichs beurteilt.
 

Besondere Vorsicht ist etwa geboten bei der Darlehens- oder Kreditgewährung an den Gesellschafter, bei Überlassung von Gesellschaftsvermögen zur privaten Nutzung des Gesellschafters, bei Verkauf von Vermögensgegenständen von der GmbH an den Gesellschafter oder bei der Zahlung von Privatausgaben der Gesellschafter durch die GmbH.
 

Unser erfahrenes Team steht für eine Analyse der Rechts- und Leistungsbeziehungen zwischen einer GmbH und ihren Gesellschaftern jederzeit gerne zur Verfügung. Da in der Praxis viele Ausschüttungen über das Instrument der Gesellschafter-Verrechnungskonten abgewickelt werden, ist diesen im Zuge einer Analyse besonderes Augenmerk zu schenken. Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der rechtskonformen Ausgestaltung dieser Beziehungen sowie, wenn es einmal notwendig sein sollte, bei der Abwendung unerfreulicher Konsequenzen und Abwehr von Ansprüchen.
 

Für vertiefende Informationen wird auf den ebenfalls zur Verfügung gestellten Langtext verwiesen.
 

RAA Mag. (FH) Mag. Florian Pum
RA DDr. Alexander Hasch